»Ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh«
Vor einiger Zeit erhielt ich eine schöne Karte aus dem Eschbachverlag: Auf einem Draht sitzt ein kleiner gelber Vogel, daneben ist zu lesen: »Tobe, Welt und springe; ich stehe hier und singe in gar sichrer Ruh.«
Autor dieses Satzes ist Johann Franck. Geboren wurde er 1618, dem Jahr, in dem der 30-jährige Krieg begann. Johann Franck war Jurist und Politiker, Bürgermeister seiner Heimatstadt Guben und Landtagsabgeordneter von Niederlausitz. Und er schrieb geistliche Gedichte und Lieder. Das bekannteste ist wohl »Jesu, meine Freude«, das von Johann Crüger vertont wurde und zu dem Johann Sebastian Bach eine Motette komponiert hat. Im evangelischen Gesangbuch ist es zu finden, ebenso im Regionalteil der ostdeutschen Bistümer des Gotteslob.
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