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Die Inhalte
der Zeitschrift
WortGottesFeiern
Der Aufbau
einer Wort-Gottes-Feier
Die Herausgeber
»WortGottesFeiern« – ehrenamtliche Leiter und Leiterinnen von Wortgottesdiensten, aber auch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden in WortGottesFeiern eine unentbehrliche Hilfe und zahlreiche Ideen für die Gestaltung von Wort-Gottes-Feiern in den Gemeinden.

Unsere aktuelle Ausgabe 4/2026 mit folgenden Beiträgen:

Einführung
Einführung

Jörg Müller

Als Leitungsperson mit der Feiergemeinde in Kontakt kommen

Gottesdienst ist grundlegend ein Beziehungsgeschehen: zwischen Gott und den zur Feier versammelten Menschen, sowie zwischen den Feiernden untereinander. Das gilt auch für die Beziehung zwischen der Leitungsperson und der Gemeinde. In jeder liturgischen Feier stellt sich die Aufgabe, wie die Leitungsperson gerade zu Beginn der Feier gut mit den Mitfeiernden in Kontakt kommen kann. Und diese Aufgabe ist möglicherweise gar nicht so einfach.

In der Praxis lässt sich manchmal beobachten, dass sich die Leitungsperson nach dem Einzug der liturgischen Dienste mit einem persönlichen Gruß an die Gemeinde richtet, wie z. B. »Guten Morgen«, »Herzlich Willkommen!« oder »Schön, dass Sie den Weg zum Gottesdienst gefunden haben.« Das Anliegen wird schnell deutlich. Und vielen Menschen, die sich in der Leitung von Wort-Gottes-Feiern und anderen gottesdienstlichen Formen engagieren, ist es in der Tat wichtig, als Leitungsperson zu Beginn des Gottesdienstes persönlichen Kontakt zu den Feiernden aufzunehmen.


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Leseprobe 1

16. Sonntag im Jahreskreis

Anna Hennersperger
Der Kraft des Guten vertrauen

Lesejahr A
Im 13. Kapitel des Matthäus-Evangeliums sind sieben Gleichnisse vom Himmelreich wie kostbare Perlen an einer Kette aneinandergereiht. Jesus verwendet dafür Bilder aus dem bäuerlichen Lebensumfeld. Sie sollen den Zuhörenden das Unbeschreibliche aufschließen: den Anbruch des Reiches Gottes mitten im Heute. Auch wenn manchmal Spuren des Gottesreiches in guten Erfahrungen zu erahnen sind, gedeiht dennoch das Unrecht. Viele Menschen leiden unter der ungerechten Verteilung der Güter dieser Erde und den damit verbundenen Einschränkungen der Lebenschancen. Mehr denn je mehren sich die lauten Stimmen derer, die mit ihrer vermeintlichen Wahrheit oder auch ihren Lügen andere manipulieren, ausgrenzen und unterdrücken. Das ist die Erfahrung dieser Welt: dass der Himmel bisweilen ein wenig offen steht und dass er uns zugleich verschlossen ist. In diese Ungleichzeitigkeit hinein entlasten die biblischen Texte, denn bei Gott, der seine Sonne aufgehen lässt über Gerechte und Ungerechte (Mt 5,45) ist alles gut aufgehoben.


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Leseprobe 2
17. Sonntag im Jahreskreis
Max-Josef Schuster
Ziemlich kühn

Lesejahr A

Paulus hat an die Christinnen und Christen in Rom einen »teilweise ziemlich kühnen Brief« (Röm 15,15) geschrieben. In der Kirche wurde dieser Brief oft als Beleg benutzt, das Christentum sei eine »Gnadenreligion« – in scharfem Kontrast zur jüdischen »Gesetzesreligion«. Doch der den Pharisäern nahestehende Paulus bleibt auch als Christusgläubiger im Horizont der jüdischen Religion. Folgerichtig spricht er selbst nicht von Bekehrung, sondern von seiner Berufung (Röm 1,1): wie jüdische Propheten erhält er vom Gott Israels eine neue Aufgabe: Er ist »bestimmt für das Evangelium«, als Apostel für Nichtjuden. Auf dieser historischen Grundlage kann die bis heute wirksame antijüdische »Lehre der Verachtung« (so der Historiker Jules Isaac) endlich überwunden werden: »Paulus war ein Jude, der die christusgläubigen Gruppen als einen authentischen Ausdruck des Judentums ansah; (…) sein Ziel war es nicht, eine neue Religion zu gründen.« (Mark D. Nanos, in: Das Neue Testament jüdisch erklärt, Seite 304).


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