Im Schaufenster der Bäckerei um die Ecke sah ich vor ein paar Monaten ein kleines quadratisches Plakat mit der Aufschrift »Ich brauche Segen«. In der Mitte ein QRCode, der zur Internetseite https://segen.jetzt/ führt. Bei jedem Aufruf dieser Seite erscheint ein Segenswunsch oder ein aufrichtendes biblisches Wort. Das Angebot geht zurück auf eine Initiative verschiedener evangelischer Landeskirchen und einiger katholischer Bistümer und Kooperationspartner aus der Ökumene.
»Der Mensch ist segensbedürftig. Er verlangt nach Heil, Schutz, Glück und Erfüllung seines Lebens. Darum sprechen sich Menschen gegenseitig Segen zu: Sie wünschen sich Gutes. Vor allem erhoffen und erbitten Sie Segen von Gott.« So heißt es am Beginn des Benediktionales, des derzeit gültigen liturgischen Buches mit knapp einhundert verschiedenen Hilfen und Vorlagen für Segensfeiern. Das Benediktionale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes erschien erstmals 1978 als Studienausgabe. Derzeit wird es überarbeitet.
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